10 Techniken für luzides Träumen

 

Die folgenden Techniken sind eine der besten, um das Träumen zu intensivieren und das eigene Bewusstsein zu flexibilisieren…

Wer Zeit und Muße hat, kann diese Übungen ja machen und sehen, wie sie wirken. Manche der Übungen können sich mit der Zeit als weniger förderlich entpuppen als andere. In diesem Falle sollte man sich auf die ausgewählten beschränken, aber es wäre schon hilfreich, wenn man alle ausprobiert. Ziel ist es hierbei, das Bewusstsein zu trainieren, um mit der Bewegung von einer Realität zur anderen leichter umgehen zu können.

Techniken für das Luzide Träumen nachts

Technik 1:

Während man im Bett liegt, schließt man seine Augen und stellt sich z.B. einen Bordstein vor, oder einen Außenspiegel, oder die Verschlusskappe einer Laterne. Es sollte auf jeden Fall ein Detail sein, das man auf der Straße überall sehen und finden kann. Man konzentriert sich so gut wie möglich auf diesen Gegenstand und versucht sich diesen so deutlich und klar wie möglich vorzustellen. Nach einiger Zeit wird der Fokus sich ganz plötzlich verschieben und man springt genau in diese Szene hinein. Entweder ist man im entschiedenen Moment dann eingeschlafen oder aber man war aufmerksam und kann die Verschiebung bewusst miterleben. In der Regel landet man genau auf dieser Straße, wo man sich den Gegenstand vorgestellt hat.

Technik 2:

Wenn man im Bett liegt und gerade einträumen will, stelle man sich einfach vor, man tut jetzt einfach so als würde man schlafen, sodass alle, die uns vielleicht beobachten könnten, glaubten, wir schlafen tief und fest. In Wirklichkeit jedoch tun wir nur so und treten dabei in einen anderen Zustand der Wachheit ein.

Technik 3:

Im Bett liegend stelle man sich, dass man nicht dort liegt, wo man gerade liegt, sondern an einem anderen Ort in einem anderen Bett oder auf einer Wiese oder sonstwo. Am besten das, was einem am leichtesten fällt. Das stelle man sich so intensiv wie möglich vor, vielleicht sogar an einem Platz, wo man schon einmal genächtigt hatte.

Technik 4:

Man liegt wieder im Bett oder man sitzt in einem bequemen Stuhl oder Sessel und schließe die Augen. Dann achte man genau auf seine Umgebung. Was hört man für Geräusche? Fährt grad ein Auto vorbei? Geht jemand durchs Treppenhaus? Fährt da grad ein Zug? Sind da spielende Kinder etc. Man denkt sich im Geiste zu diesem Platz hin, wo man meint, die Ursache für diese Geräusche unmittelbarer beobachten zu können. Man folge dann z.B. dem fahrenden Auto, als fliege man über dem Auto und folge ihm. Wenn man das einige Minuten gemacht hat und seinen Körper eigentlich schon vergessen hat, reißt man urplötzlich seine Augen auf! Und schaue sich aufmerksam dort um, wo man sich eigentlich wirklich befindet. In diesem Moment sollte man seine Wahrnehmung und Klarheit so intensiv wie möglich wahrnehmen und seine vertraute Umgebung ganz genau anschauen.

Technik 5:

Zum Einschlafen nimmt man sich fest vor, heute Nacht einen Schnappschuss vom wichtigsten Traum der Nacht mit in die Realität am anderen Morgen mitzunehmen. Man kann sich dazu einen Fotoapparat vorstellen und daran denken, wie man jetzt schon einen Schnappschuss von diesem wichtigen Traum macht. Es wird auch das allererste Bild sein, dass man am Morgen klar und deutlich vor Augen haben wird, sobald man erwacht. Mit der Zeit ist es möglich immer mehr Bilder mit aus dem Träumen in die Realität zu bringen.

Luzides Träumen Techniken für den Alltag

Technik 6:

Wenn man sich seine Zukunft vorstellt, stelle man sich einfach vor, dass diese Zukunft bereits Vergangenheit ist. Oder man stelle sich vor, dass das erwarte, zukünftige Ereignis in Wirklichkeit weit vor der selbst erfahrenen Vergangenheit sich ereignet hatte.

Technik 7:

Wenn man spazieren geht, stelle man sich vor, dass der gegenwärtige Moment nicht der allgemein anerkannten Zeit angehört, sondern einer anderen Zeitsequenz. D.h. geht man an einem Herbstabend spazieren, stelle man sich einfach vor, es sei Frühling. Oder man stelle sich vor, es sei Sommer.

Technik 8:

Wenn man draußen spazieren, einkaufen oder sonst was geht, stelle man sich vor, daß man sich selbst von oben sieht. Dazu kann man sich denken, dass man in einem Flugzeug sitzt und von oben auf die Straße und sich selbst herunterblickt. Wichtig ist, daß man sich immer selbst von oben sieht. Auch kann man sich vorstellen, man säße in einem naheliegenden Busch, von dem aus man sich selbst beobachtet, wie man da so her geht. Oder wenn man im Haus sitzt, kann man sich vorstellen, man säße draußen auf dem Rasen und unterhielte sich mit wem oder genieße einfach die Entspannung dort zu sein.

Technik 9:

Man stelle sich vor, dass man ein phantastischer Schauspieler sei, der in einem multidimensionalen Theaterstück mitspielt oder sich auf einem Holodeck befindet, das die gegenwärtiger Rolle zur Auflage hat. Jede einzelne Rolle, die man für die eine oder andere Person spielt, sprüht vor Vitalität und Ausdruckskraft und übertreffen die Kreativität eines gewöhnlichen Schauspielers bei weitem. Man denke dabei an das unsichtbare Publikum und vielleicht auch mal daran, dass man manchmal dazu neigt, sich zu sehr mit der Rolle überzuidentifizieren.

Technik 10:

Wenn der Zeitpunkt günstig ist, kurz innehalten und sich vorstellen, dass die gegenwärtige Situation ein Traum ist. Nun siehe man sich um und beobachte mit klarem Fokus seine Umgebung: Was machen die Leute dort? Wer sind sie? Was stellen sie dar? Wenn das jetzt ein Traum wäre, was würde er dann bedeuten? Man kann auch umhergehen und irgendwelche Gegenstände anfassen und darüber verwundert sein, wie klar und deutlich doch alles im Traum sein kann.

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